/ plattform fŁr junge kunst / stationsstrasse 21 / 8003 zŁrich
050508.gif

made in china

mariano gaich

installation und objekte

Ein Wasserfall aus in Kunststoff verpackten Reisnudeln, getrocknete Geflechte aus Reisnudeln auf Wäscheleinen.

In der Installation MADE IN CHINA des K√ľnstlers Mariano Gaich funktionieren Reisnudeln als Symbol f√ľr Marktbewegungen von Osten nach Westen. Str√∂me, die ihren Ursprung in den Zeiten Marco Polos haben, jedoch heute von einer ganz neuen, paradoxen Struktur sind: Im Osten bed√ľrftige Wanderarbeiter, die in die Produktion der Grundnahrungsmittel eingebunden sind. Im Westen, ein Publikum, das sich durch exotische Geschm√§cker versuchen lassen, diese konsumieren will.

In MADE IN CHINA reflektiert Mariano Gaich die Relation zwischen √§sthetischer Produktion und Warenproduktion im Zeitalter internationalisierter M√§rkte. Die urspr√ľnglich zum Lebensmittel bestimmten Reisnudeln werden zur filigranen Rauminstallation zweckentfremdet. Diese Symbiose ‚Äď und gleichzeitig Paradoxon ‚Äď von Nahrungsmittel und Kunstobjekt, die einer gewissen Tragikomik nicht entbehrt, verleiht der Serienproduktion eine surreale Neubedeutung. Die farblosen, zerbrechlichen Gesch√∂pfe fliehen die Gesetze des Marktes und den Fluss der Zeit.

Mariano Gaich ist 1967 in Buenos Aires geboren. Er hat Kunsthochschulen in Buenos Aires, London und Z√ľrich besucht. Diverse Stipendien und Ausstellungen, unter anderem 2002 Ausstellung im Kunsthof und 2003 eine Installation in der ‚ÄěFuge‚Äú, Gr√ľnau, Z√ľrich.