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Z E I T T E R 00-03

claude hidber und christian rohner

Claude Hidber und Christian Rohner präsentieren zum erstenmal die Bilder ihrer interaktiven Arbeit ZEITTER in Form von grossformatigen Prints. Zwischen 2000 und 2003 war ZEITTER an verschiedenen internationalen Festivals eingeladen (Basel PlugIn und Viper, Berlin Emballage, Genf Version, Karlsruhe Hochschule für Gestaltung, Montreal FCMM, Solothurn IDK, Splitt Festival für Film und Neue Medien, Zürich ThinkQuest).

ZEITTER beschäftigt sich mit dem Themenkomplex "Zeit und Bewegung im Raum", wobei diese in eine ungesehne Art und Weisegezeigt werden. Es ist die Eigenheit dieser digitalen Arbeit, ähnliche einer Langezeit Fotografie, alles Statische in den typischen ZEITTER Streifen aufzulösen und nur das Bewegte fokkusiert darzustellen. Bemerkenswert dabei ist, dass keine digitalen Veränderungen vorgenommen werden. Diese Bilder veranlassen die Betrachter sich Gedanken über die Zeit an sich und dessen Darstellungsformen nachzudenken.

www.xcult.org/zeitter

Was ist der ZEITTER?

Der ZEITTER: Ein Koffer auf Reisen. Er ist jederzeit reisebereit und √ľberall einsatzf√§hig. Der Koffer bietet genug Platz, neben dem ZEITTER noch ein Necessaire, ein Handtuch und eine Badehose mitzunehmen. Der ZEITTER geht auf Reisen und erkundet die Welt.

Er lässt eine Zeitspanne als Ablauf in unbekannter Weise erfassen und darstellen, was sonst vom Menschen in dieser Form nicht wahrgenommen werden kann.
Das Verh√§ltnis von Zeit, Raum und K√∂rper erf√§hrt eine Verschiebung: weg vom singul√§ren Verst√§ndnis, dass der K√∂rper nur zu einer Zeit an einem Ort sein kann, hin zu einem ‚Äúpolynomischen‚Äú Zeit-K√∂rper-Raum-Gef√ľge. Eine Selbst-befragung des K√∂rpers, sein Bezug zum Raum und seine Stellung zur Zeit wird durch den Vorgang des ZEITTERs ausgel√∂st. Ein Zwiegespr√§ch zwischen dem Jetzt-Ich und dem War-Ich.

Wie funktioniert der ZEITTER?

Der ZEITTER stellt eine Mischform von Video- und Fotografie dar. Entgegen- gesetzt einer herk√∂mmlichen Kamera werden eine Vielzahl von einzelnen Zeitmomenten aufgenommen und zu einem Gesamten zusammengef√ľgt. Die erfassten Bilder k√∂nnen direkt von den Passanten betrachtet werden.
Was f√ľr eine Rolle spielen die Passanten beim ZEITTER?
Mit dem Koffern stellen wir einen Rahmen zur Verf√ľgung, wie dieser genutzt wird ist abh√§ngig von der Interaktion der BesucherInnen. Der ZEITTER erstellt alle zwei Minuten ein Bild: ein gesteuerter Zufall. Es sind die Passanten, die durch ihre An- und Abwesenheit das Bild gestalten.

Wo war der ZEITTER?

In Goldau (SZ), nahe der Rigi wurde der Prototyp zwischen den K√ľhen entwickelt.
Danach wurde er an der Emballage, ein Theaterfestival und Symposium, in Berlin zum ersten Mal im Juli 2000 der √Ėffentlichkeit vorgestellt. Weitere Reisedestinationen waren die Viper`00 und das PlugIn in Basel, Maxim Gorki Theater in Berlin, die HfG Karlsruhe und das internationale Filmfestival in Split`01. Weitere Reisedestinationen sind geplant.

Technik

Der ZEITTER basiert auf Scanner-Technologie und benutzt Windows 98 als Betriebssystem. Wir recyceln Consumer-Hard- und Software und gestalten sie auf unsere Bed√ľrfnisse um.

Technische Anforderungen:
· Zentraler, gut frequentierter Ort draussen und einer drinnen
· 1 Projektionswand (oder direkt auf weisse Wand)
¬∑ 1 langes VGA Kabel (abh√§ngig von der √Ėrtlichkeit)
· 1 Projektor (Data-Beamer)
¬∑ 2 Netzanschl√ľsse mit Verl√§ngerungskabel (1* Strom f√ľr Koffer, 1* Strom f√ľr Beamer

Artverwandte Links

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